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Erebos von Ursula Poznanski

Harte Fakten

Titel Erebos
Autor*in Ursula Poznanski
Erscheinungsjahr 210
Seitenzahl 488
Länge Hörbuch 7 Std. 38 Minuten
Sprecher*in Jens Wawrczeck

Inhalt

Setting ist eine Schule in London. Auffällig viele Schüler*innen fehlen. Eine DVD geht herum. Nick fragt sich, was dahinter steckt, bis eine Mitschülerin auch endlich ihn einweiht und ihm die DVD übergibt. Dahinter verbirgt sich ein äußerst spannendes Computerspiel, Erebos.

 

Ich bin sicher nicht die Hauptzielgruppe dieses Romans, in dem ein vierzehnjähriger Junge im Mittelpunkt steht. Erste Liebe, ein spannendes Computerspiel und die Schule ist eher nebensächlich. Eltern kommen nur am Rand vor und auch nur ein Lehrer tritt als Nebenfigur auf, ansonsten wird der Roman von Teenager*innen bevölkert.

 

Ich werde mit den Figuren nicht richtig warm. Das mag an den Kürzungen liegen. Nick wird nicht in der Art und Weise mein Freund, so wie ich das normalerweise von Romanen wünsche (Es sei denn, der Roman ist von Patrick Süsskind). Auch die meisten Nebenfiguren wachsen mir nicht so ans Herz. Also habe ich das Problem, dass der Plot zwar sehr gelungen ist und mich unterhält und definitiv sehr spannend ist, ich aber nicht mit den Figuren mitfiebere und es mir daher auch nicht sehr nahe geht, wenn ihnen etwas zustößt.

 

Nach ein paar Wochen Abstand und nachdem ich ein paar andere Jugendbücher gelesen habe, fasse ich zusammen:

Der Plot ist sehr gut. Es ist die ganze Zeit über spannend. Doch die Figuren sind nicht so lebendig und fesselnd wie beispielsweise die Figuren in "Hexenlied". Aber deutlich plastischer als in "Cupida". Der Plot hingegen, die überraschenden Wendungen und das Ende suchen ihresgleichen. Im Gegensatz zu vielen kritischen Stimmen im Netz finde ich auch die technischen Aspekte des Romans überzeugend genug dargestellt, vor allem, wenn ich beachte, dass das Buch mittlerweile zehn Jahre alt ist.

 

Übrigens: Ich hatte das einer Dreizehnjährigen empfohlen. Die fing neugierig an zu lesen und legte es nach ca 20% weg, weil es ihr zu langweilig war. Sie wurde mit den Charakteren nicht warm. Dabei hatte sie das ungekürzte Buch, nicht das Hörbuch. Vielleicht ist es für das Thema auch 2020 schon zu spät?

 

Sprecher und Hörbuch

Der Sprecher macht seine Sache extrem gut. Umso ärgerlicher, dass das Hörbuch gekürzt ist, was ich leider erst feststellte, als ich durch war. Möglicherweise werden die Figuren ja in der ungekürzten Fassung plastischer dargestellt?

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