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Totenschein - Fanzine herausgegeben von Carsten Schmitt

Harte Fakten

Titel  Totenschein
Herausgeber Carsten Schmitt
Erscheinungsjahr  2020
Seitenzahl  8 (Großformat)
Webseite  https://www.carstenschmitt.com/2020/05/18/totenschein/
Anzahl Geschichten  2

Inhalt

Gemeinsam mit Tanja Karmann hat Carsten Schmitt ein ansprechendes, vom Inhalt kompaktes und vom Format her anspruchsvoll altmodisches Fanzine erstellt: Den Totenschein.

 

Mir wurde das von einem aufmerksamen Freund geschenkt, so erreichte mich das Fanzine ganz überraschend.

 

Das Fanzine beinhaltet zwei Kurzgeschichten.

 

"Das Mädchen mit dem Wahrheitsblättern" von Carsten Schmitt

Spielt in nicht allzu ferner Zukunft. Was ist mit allen Bewohner*innen in dem Ort X am 31.12.2019 passiert? Mittlerweile liegt das Ereignis Jahre zurück. Ein Fremder hört zufällig, wie zwei Gäste darüber spekulieren, dann mischt er sich ein. Ob sie die wahre Geschichte hören wollen. Wollen sie natürlich.

Er beginnt zu erzählen.

Die Geschichte hat eine schöne dichte Atmosphäre und mindestens zwei gruselige Momente. Völlig glasklar ist sie mir nicht, weshalb ich ganz froh war, sie nochmal mit meinem Freund (dem aufmerksamen Schenker) besprechen zu können, der sie ebenfalls gerade erst gelesen hatte.

Wenn es so ist, wie ich es verstanden habe, ist die Aussage schon krass, und leider sogar nachvollziehbar.

 

"Die drei Blutstropfen" von Tanja Karmann

Eine professionelle Haussitterin, leicht empathisch, ist gern alleine. Manchmal spürt, hört, riecht sie Geister. So auch hier. Zur Geisterstunde sucht eine Frau ihre Tochter. Die Protagonistin, nicht weiter erschrocken von dem Geist, da sie das gewohnt ist, möchte aber dennoch der Ruhe wegen dem Spuk ein Ende setzen. Außerdem wird sie neugierig. Wer war diese Frau? Die Tochter? Als sie ein Bild findet, gibt es da noch eine dritte weibliche Person. Wer mochte das gewesen sein?

Was ist hier geschehen? Sie findet die ersten beiden Blutstropfen, doch der dritte scheint sich im Schlafzimmer zu befinden, das einzige Zimmer, das abgeschlossen und für sie tabu ist.

Da gibt es ein paar Genreklischees, aber einige werden eben auch explizit nicht bedient, was erfrischend ist. Die ganze Story ist gespannt. Es ist fast mehr ein Cold-Case-Krimi als eine Gruselgeschichte. Auch hier ist nicht alles sofort klar, ebenfalls eine Geschichte, bei der ich mein Hirn anwerfen muss.

 

Fazit

Die Bilder sowie das gesamte Layout sind sehr geschmackvoll, die Geschichten lesenswert. Das Format ist für mich persönlich etwas unhandlich. So wie es gemacht ist, ist es auch schwierig aufzubewahren, jedenfalls in unserem Haushalt. Babysicher ist das nicht.

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