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Buchblogger I - Erster Eindruck anderer Buchblogs

The Art of Reading

Der Buchblog The Art of Reading ist von RoXXie SiXX. Ich vermute mal, das ist ein Künstlername (ein Blick ins Impressum zeigt, ja, so heißt sie nicht wirklich).

 

RoXXie ist 38, Mutter und büchersüchtig. Genre-mäßig ist sie alles andere als festgelegt. Wenn sie etwas auf Englisch liest, entgeht ihr manchmal der eine oder andere Witz (da hatte ich etwas missverstanden, siehe Kommentar unten). Sie ist auch in den Lese-Communities Goodreads, Lovelybooks und Lesejury unterwegs.

 

Richtig aktiv betreibt sie den Blog seit ca. 2018 (es gibt so viele Lücken im Archiv, dass ich da nicht ganz sicher bin).

 

The Art of Reading hat einen praktischen Newsletter, der mich über jeden neuen Eintrag informiert. Sowas brauche ich auch irgendwann. Sie hat auch beeindruckende 264 Abonnent*innen.

 

Der Blog ist sehr persönlich, eher Egozine-mäßig, was mir sehr gut gefällt, genau das möchte ich bei Blogs. Auch hier gibt es Sterne-Bewertungen.

 

Es gibt z. B. einen "Review of the Month" mit dem besten Buch, das sie in diesem Monat gelesen hat. Was cool ist: Ich kann meinen Review of the Month dort auch hinterlassen. Wie praktisch. Ich habe ewig überlegt, nehme ich Frankenstein oder Solaris, und dann Solaris genommen. Ebenfalls toll: In den Kommentaren finde ich weitere Buchblogs zum Weiterstörbern.

 

Ich lese bei den Rezensionen auch ihre eigene Stimme heraus.  Yeah! Auch auffällig: Sie ist gut vernetzt mit anderen Blogger*innen. Wer eine Rezension zum gleichen Buch hat, darf sie gern posten bzw. sie postet/verlinkt das dann. Das finde ich sehr sympathisch und kollegial.

 

Es gibt auch einen Blogroll, hier werde ich also sehr fündig, was weitere Buchblogs betrifft. Das Layout ist etwas wild, ich komme mit dem kleinen Laptop-Bildschirm hier nicht so gut klar, der größere Monitor würde sich besser eignen.

 

Es gibt noch ein paar sehr interessante Unterseiten wie eine Leseliste gegen Rassismus. Da würde Exit Racism auch gut hineinpassen. Und Lovecraft Country auch, aber das habe ich erst halb durch und daher noch nicht fertig rezensiert.

 

Für Übersichtlichkeitsfanatikerinnen wie mich gibt es auch Autor*innen A bis Z und das ABC der Buchtitel.

Um so etwas muss ich mich dringend auch bald kümmern!

 

Bei der Gelegenheit habe ich mir mal aus Spaß eine Rezension angeschaut von einem Buch, das ich schon in drei Sprachen, seit fast zwanzig Jahren kenne und bestimmt schon zehnmal gelesen und gehört habe: Harry Potter und die Kammer des Schreckens. Gibt es den Blog denn schon so lange? Nein, die Rezi ist vom März 2020. Witzig! Neue Erkenntnisse bietet die Rezi aber nicht, es ist wirklich nur eine Kurzrezi, schade.

 

Witzig finde ich, dass sie auch einträgt, was sie gerade liest und auf welcher Seite sie ist. Das werde ich wohl nicht klauen, das wäre wohl zu aufwändig, ich lese zu vieles zu gleichzeitig.

 

Sie hat auch sehr klar markiert, was sie selbst gekauft hat und was ein Rezensionsexemplar war. Ich bin auch neidisch auf die Fotos. Die sind echt klasse und sehr wertig. Was die verschiedenen Kategorien betrifft, habe ich mir sehr viel Inspiration geholt, was ich bei meinem Blog noch besser machen kann. Zurzeit ist ja fast alles noch ziemlich auf "default".

Gerngelesen

Dieser Blog ist ein Gemeinschaftsprojekt der Mutter Corinna (Anfang 50) und der Tochter Krissi (Mitte 20). Sie schrieben mir vor ein paar Wochen, dass sie gerade eine Pause machen (seit März 2020). Es gibt sie auch bei Facebook.

 

Sie wohnen nicht mehr am selben Ort und tauschen sich auch mittels dieses Blogs über gelesene Bücher aus, das teilen sie mit uns.

 

Den Blog gibt es seit November 2016 und dementsprechend viele Rezensionen gibt es auch schon. Nun habe ich mir gezielt Rezensionen angeschaut zu Titeln, die mir bereits etwas sagen, um beurteilen zu können, ob ich den Lesegeschmack teile - und auch, um nicht schon wieder lauter Bücher zu bestellen, weil die Rezension so spannend ist.

 

Allerdings habe ich kein einziges Buch bereits selber gelesen, so dass ich doch auf Titel zurückgreifen musste, die mir nur vom Namen her etwas sagen. Es sind auch sehr sehr viele Krimis, Thriller und nur wenig anderes (Biografie, Frauenroman). Das meiste ist allerdings auch recht neu und es gibt auch ein paar Rezensionsexemplare, was vielleicht erklärt, warum ich das meiste nicht kenne.

 

Zu Beginn jeder Rezension gibt es ein paar harte Fakten, Titel, Autor*in, Genre, Verlag, Seitenzahl (oder Spieldauer, bei einem Hörbuch) und Erscheindungsdatum - etwas, das ich mir wohl dringend auch mal angewöhnen sollte und wohl jetzt nachträglich einbauen werde. Sieht sehr übersichtlich aus.

 

Es folgt eine kurze Information über den Inhalt. Dann eine Bewertung. Mit Adjektiven wird hier nicht gespart. Ich frage mich allerdings auch, ob "Show don't tell" auch für Rezensionen gilt - wie soll man hier bewerten, ohne labelnde Adjektive zu benutzen? Das werde ich in den Buchblogs mal beobachten. Eine Kurzumfrage bei Twitter zeigt, dass die meisten nicht unbedingt gut geschriebene Rezis brauchen, es reicht wenn diese informativ sind.

 

Die Rezis sind eher kurz (ich mag es mehr lang und ausführlich mit viel Trivia), und sehr persönlich (was ich sehr mag). Nicht so stehe ich darauf, dass manchmal Klischees verwendet werden wie "steht vor den Trümmern ihres Lebens", das erzeugt bei mir keine Neugier mehr und weckt keine Bilder.

Aber da wären wir wieder bei der Frage, wie gut Rezensionen geschrieben sein müssen. Man kann sich durch die Rezis gut ein Bild über die Bücher machen. Dass die Rezis an sich ein Lesegenuss sind (wie bei der phantastisch!, beim Quarber Merkur oder bei der !Time Machine) kann ich allerdings nicht behaupten.

 

Am liebsten sind mir die Rezis in diesem Blog, die eher Verrisse sind. Das wird sehr ordentlich beschrieben und begründet, für mich gut nachvollziehbar. Liest sich auch spannender als die Lobhymnen. Auch sehr gut gefallen hat mir die Rezension von Astrid Lindgrens Biografie.

 

Hier gibt es außerdem (nicht bei allen Rezis) eine Bewertung bis zu 5 Punkten. Das ist als Orientierung sehr gut, auch wenn ich hier erstmal darauf verzichten wollte.

 

Der Blogname "gerngelesen" legt ja irgendwie nahe, dass sie nur Bücher rezensieren, die sie gemocht haben. Allerdings habe ich auch durchaus mal eine Rezi entdeckt, die nur einen Punkt erhalten hatte, wenn auch sehr viele der von mir angeschauten Rezensionen 4 oder 5 von 5 möglichen Punkten hatten.

Ausblick: Wo sind noch gute Buchblogs?

Das war erstmal Teil 1. Teil 2 ist bereits in Arbeit. Ich werde zusehen, immer so 1-3 Blogs vorzustellen. Muss nicht zwingend ein Buchblog sein, es kann auch einer sein, der Film-Reviews hat, oder Podcasts oder Kurzgeschichten.

 

Tipps sind willkommen!

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Kommentare: 1
  • #1

    RoXXie SiXX (Mittwoch, 05 August 2020 09:32)

    Hallo Liebes,

    es tut mir leid zu lesen, dass du auf deinem etwas kleineren Bildschirm mit meinem Theme nicht richtig warm wirst und es für dich "etwas wild" daherkommt. An sich müsste es sich aber auch an deinen kleinen Bildschirm anpassen. ;)

    Zum Verständnis, da für dich Lücken im Archiv aufgekommen sind, den Blog "The Art of Reading" betreibe ich seit 1. Oktober 2019 als Self-Hosterin über WordPress.org. Vorher hatte der Blog einen anderen Namen bei WordPress.com und davor war ich mit dem Blog (mehr schlecht als recht) auf Blogger unterwegs. Jetzt aber habe ich mein Blog-Zuhause gefunden und bin glücklich, den Schritt des Self-Hostings in Angriff genommen zu haben. Man hat dabei einfach viel mehr Möglichkeiten.

    Ich glaube auch, dass du etwas missverstanden hast, was meine Leidenschaft zu englischen Büchern betrifft. Es ist nicht so, dass mir der Witz auf Englisch entgeht. Er ist in der deutschen Übersetzung meist nicht der selbe Witz, weil er auf Deutsch einfach "Lost in Translation" wäre. Das ist das Interessante, wie es die Übersetzer:innem dahingehend immer wieder schaffen, den richtigen "Ersatz" zu finden. ;)

    Ich danke dir, dass du über mich (auch Egozine-mäßig) und meinen Blog geschrieben hast.
    Ich wünsche dir mit deinem Blog ganz viel Spaß.

    Liebe Grüße,
    RoXXie