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Die Spiegelreisende von Christelle Dabos

Gastrezension: Das absolute Lieblingsbuch

Ich (Yvonne) habe bisher nur die ersten drei Bände gelesen und diese auch nur einmal. Daher habe ich Tara gebeten, eine Rezension für diesen Blog zu verfassen.

All-Age-Roman über eine tollpatschige und liebenswerte Heldin

Es ist schwer zu sagen, wie sehr ich das Buch mag, aber ich versuche es.


In der Spiegelreisenden geht es um Ophelia und Thorn, die verlobt werden, obwohl sie kein Interesse am jeweils anderen haben. Als sie bei ihm in seiner Heimat ankommen, merkt sie schnell, dass das ein sehr gefährlicher Ort ist, an dem jeder jeden tötet.


Der erste Teil ist am Anfang ein bisschen zäh, weil Ophelia wie ein Schatten rüber kommt:
Sie spricht leise und undeutlich, ist ungesellig und hoffnungslos tolpatschig.


Doch im Laufe der Geschichte kommt ihr starker Charakter zu Vorschein, vor allem, wenn jemand diesen brechen will.


Das ist etwas sehr bemerkenswertes: Ihre Verwandlung von der ungeselligen Museumsleiterin zur willensstarken Ophelia.


Immer wieder stellt sie sich die Frage:
Wer bin ich?
Sie ist außerdem eine starke Person, weil sie sich für die Menschen, die ihr wichtig sind, sogar mit Gott anlegt.
Ebenso wie Thorn.
Irgendwann entsteht zwischen den beiden eine Liebe, die Ophelia veranlasst nach Babel zu reisen, um ihn
wiederzufinden.


Der größte Widersacher der beiden ist eine Person, die sich Gott nennt. Doch weiß man nicht, wer er genau ist. Ebenso wie man nicht weiß, wer dieser mysteriöse Andere ist, von dem Gott immer redet. Ab dem zweiten Band gibt es immer wieder Kapitel die von anderen Personen aus der Ich-Perspektive wiedergegeben werden.


Ansonsten wird das Buch aus der Erzähler-Perspektive erzählt. Insgesamt ist es eine sehr spannende Geschichte, in der man manchmal sogar politische oder gesellschaftliche Assoziationen findet. Z.B im Satz:
„Seid keine Lämmer und blökt nicht alles nach.“


Man fiebert bis zum Ende mit, obwohl es nicht ein richtiges Ende ist, da es sehr offen endet und man sich
die Geschichte weiterdenken kann.


Die Handlung sorgte bei mir auch mal für den einen oder anderen Heulkrampf.


FAZIT:
Die Autorin nimmt einen mit auf eine wunderbare Reise, die für jedes Alter gut ist und noch lange Zeit passend sein wird.

Trivia

Bevor "Die Spiegelreisende" Taras Lieblingsbuch wurde, war es "der Goldene Kompass" und genau damit wird "Die Spiegelreisende" auch gern verglichen.

 

Christelle Dabos war Bibliothekarin, als sie vor dreizehn Jahren an Krebs erkrankte. Zunächst veröffentlichte sie Auszüge der Spiegelreisende im Internet. Nun, endlich, seit diesem Monat, ist der finale Teil im Buchhandel erschienen.

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