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Das Verbotene - Die Geschichte von Candyman von Clive Barker

Harte Fakten

Titel Das Verbotene - Die Geschichte von Candyman 
Autor Clive Barker 
Erscheinungsjahr 1992
Länge Hörbuch 1 Std 57 
Sprecher*in Ben Bela Böhm 

Inhalt

Die Protagonistin Helen möchte eine Arbeit über Graffiti schreiben und wagt sich hierfür in eine sehr zwielichtige Gegend. Während sie die gesprayten Kunstwerke erforscht und fotographiert, lernt sie eine junge Mutter kennen. Anne Marie. Diese erzählt ihr von einem Mord an einem alten Mann. Weitere Nachforschungen lassen Helen auf einen Fall stoßen, in dem ein junger Mann in einer öffentlichen Toilette verstümmelt worden ist.

Als Helen daheim ihrem Freund Trevor und ein paar gemeinsamen Freunden von diesen Vorkommnissen erzählt, behauptet einer ihrer Gäste, das seien alles Urban Legends. Wenn sie beweisen könnte, dass irgendetwas davon tatsächlich geschehen sei, würde er sie alle zum Essen einladen.

Das nächste Ereignis geschieht ganz nah - in Anne Maries Haus. Schon bald danach entdeckt Helen den Ursprung dieser Ereignisse und wird selber Teil davon.

 

Die Sprache und der Aufbau der Geschichte sind beeindruckend. Ich habe auch an einigen Stellen den Eindruck, dass es im Original auf Englisch womöglich noch besser klingen würde, weshalb ich mir die "Books of Blood" nun auf Englisch besorgt habe (und weil es sie auf Deutsch nicht als Ebook gibt). Der Autor versorgt meinen Lesedurst mit so vielen frischen Details, dass es eine wahre Freude ist. Auch die Figuren sind lebensecht, bis auf die letzte Nebenfigur, die lediglich daneben steht und zwei Sätze sagt, während ihre Freundin erzählt. Das ist beeindruckend, da versteht jemand ganz genau seine Kunst.

 

Es ist jedoch nicht das, was ich eigentlich gesucht habe, als ich nach Horrortipps fragte. Ich wollte mich richtig gruseln, so wie damals bei Kurzgeschichten von Stephen King wie "Travel" und "Überlebenstyp". Da war ich allerdings auch unter zwanzig. Bin ich einfach zu abgehärtet? Ist es zu schwierig, mich rein durch das Lesen (oder Hören) von Geschichten so richtig zum Schauern zu bringen? Das gilt es herauszufinden.

 

Clive Barker hätte jedenfalls das Potenzial, auch wenn es mit dieser Story - so originell und vielschichtig auch die Idee dahinter ist - nicht geschafft hat. Dennoch bot sie Spannung, Identifikation und vieles mehr, weshalb ich dankbar für diesen Tipp bin. Ich probiere die Books of Blood aus und schaue, ob ich dort etwas findet, das auch mich erschauert.

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