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Der Unsichtbare von H. G. Wells

Harte Fakten

Titel Der Unsichtbare
Autor*in H. G. Wells
Erscheinungsjahr 1897
Seitenzahl 211

Inhalt

Mein dritter Kontakt zu Wells - nach "Die Zeitmaschine" und "Krieg der Welten". Wie gewohnt ist sowohl die Idee originell (wenn auch aufgrund des Alters und u. a. einer Verfilmung mit Kevin Bacon wohl inzwischen bekannt), als auch der Erzählstil spannend.

 

Auf den ersten fünfzig Seiten wüsste ich als Leserin gar nicht, was mit dem Fremden im Gasthaus los ist, wenn der Titel nicht wäre. Dann endlich wird enttarnt, was mit ihm los ist: Er ist unsichtbar!

 

Im weiteren Verlauf der Geschichte erfahren wir glücklicherweise auch, wie es dazu gekommen ist, da der Unsichtbare einen alten Uni-Kollegen trifft, dem er zunächst vertraut.

 

Der Showdown war für mich persönlich weniger spannend - ich kann mir aber vorstellen, dass es den Leser*innen von vor 130 Jahren da ganz anders ging.

 

Einige Details sind wirklich gut erdacht:

  1. Dass er nur unsichtbar ist, so lange er lebt. Verliert er Blut und gerinnt dies, wird dies sichtbar.
  2. Läuft er durch die dreckigen, kotbeschmierten Straßen, werden seine Füße dreckig und somit sichtbar. 
  3. Schneit es, wird er sichtbar
  4. Regnet es stark, sieht man ihn auch
  5. Er ist stets nackt, daher oft erkältet und macht sich durch Niesen bemerkbar

Man könnte überlegen, ob ihn das Unsichtbarsein erst mit der Zeit böse macht, aber eigentlich hätte er sich ja auch für einen anderen Weg entscheiden können. Zwar habe ich zeitweise Mitleid mit ihm, aber nur in gewissen Grenzen. 

 

Das Buch ist sehr schmal und gut zu lesen - absolute Empfehlung! Die anderen Werke von Wells werden sicher nach und nach folgen.

 

 

 

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